Fleischkonsum-Weniger ist Mehr!

18.03.2015 von | 0 Kommentare

Pro Jahr konsumiert jeder Österreicher im Schnitt 66 Kilogramm Fleisch. Hochgerechnet auf eine durchschnittliche Fleischportion von 200 Gramm bedeutet dies, dass so theoretisch jeder Einwohner drei Mal pro Woche Fleisch isst. Weltweit gesehen hat sich der Fleischkonsum in den letzten 50 Jahren vervierfacht. Doch woher kommt eigentlich unser Fleich und wie gesund ist es wirklich?

FleischIm Schnitt konsumiert jeder Österreicher 66 Kilogramm Fleisch pro Jahr. (Foto by: bit24 / Fotolia)

Fleisch aus Massentierhaltung

Für viele Fleichkonsumenten sind beim Kauf von Fleisch zwei Dinge wichtig:

  1. Es muss günstig sein.
  2. Es muss gut schmecken.

Doch was ist mit anderen Werten, wie Herkunft oder Bio-Qualität? Diese Werte sind leider bei vielen Verbrauchern noch immer zweitrangig. Wenn man sich jedoch Gedanken darüber macht, woher unser Fleich eigentlich kommt und wie die Tiere leben und gezüchtet werden, fängt vielleicht so manch ein Konsument zum Überlegen und Umdenken an.

Billiges Fleich kann leider nur entstehen, wenn die Tiere innerhalb kürzester Zeit auf engstem Raum gemästet werden.

Wenn zum Beispiel hunderte von Hühnern zusammengepfercht leben, nie Tageslicht zu sehen bekommen oder zahlreich mit Antibiotika und anderen Medikamenten vollgestopft werden, vergeht einem vielleicht der Appetit.

Ein Beispiel das besonders erschreckend ist, dass ein normales Masthuhn in 30 Tagen (!) ausgewachsen ist und ein Bio-Huhn 50 Wochen dafür braucht. Grund dafür ist dem Bedarf und der Nachfrage der Konsumenten nachzukommen.

Haben Sie schon einmal zusammengerechnet, wie oft Sie in der Woche Fleisch verzehren: Zum Frühstück ein Schinkenbrot, zu Mittag ein Fleischgericht und zum Abendessen wieder Wurst, Fleisch oder Speck. Da kommt täglich eine betrachtliche Menge an Fleisch zusammen.

Qualität vor Quantität

Sinnvoll ist es sich über die Herkunft des Fleischs zu erkundigen und beim Kauf auf Bio-Qualität zu achten. Zwar ist es teurer, als normales Supermarkt-Fleisch jedoch zählt das gute Gewissen und das Wissen, dass das Tier ein schönes Leben hatte und somit artgerecht gehalten wurde.

Außerdem ist dieses Fleich weniger mit Schadstoffen belastet, was ebenso unserer Gesundheit zugute kommt. Bio-Produkte unterliegen des weiteren einer strengen Kontrolle, enthalten mehr gesundheitsfördernde Stoffe, wie Vitamine oder Mineralstoffe, schmecken besser und sind frei von Geschmacksverstärkern.

Ebenso empfehlenswert ist es, beim Kauf auf regionale Produkte zu achten, somit werden lange Transportwege vermieden und die Tiere sind weniger unnötigem Stress ausgesetzt.

Wichtige Inhaltsstoffe in Fleisch

Dass Fleisch viel hochwertiges und für den Körper wichtiges Eiweiß enthält lässt sich nicht abstreiten, jedoch kann der Eiweißbedarf ebenso durch pflanzliche Lebensmittel erreicht werden.

Fleisch enthält neben Eiweiß viele für den Körper essentielle Mineralstoffe, wie B-Vitamine, Natrium, Vitamin A oder Eisen.

Jedoch enthalten die meisten Fleischarten und Fleischwaren Fett, Cholesterin und Purine. Die Folgen von einem zu hohen Verzehr dieser Stoffe kann zu Übergewicht, Gicht, Erhöhung der Blutfettwerte oder Arterienverkalkung führen.

Vegane Ernährung muss nicht immer langweilig sein!

Immer mehr Menschen bekennen sich zu einem veganen Leben, also dem kompletten Verzicht auf Fleisch, tierischen Produkten, wie Eier oder Milch, auf Fisch. Sogar auf Kosmetikartikel, die an Tieren getesten wurden, oder auf Seide wird verzichtet.

Doch vegane Ernährung muss nicht langweilig sein. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird entdecken, dass es zahlreiche Ersatzprodukte für Fleisch gibt. So wurde ein Experiment durchgeführt, wo Testpersonen ohne ihres Wissens, Spaghetti Bolognese, jedoch mit Sojaschnitzel anstatt mit Faschiertem serviert bekamen. Das Ergebnis war, dass es zwar nicht wie gewöhnlich schmeckte, sie aber nicht sagen konnten, dass das Gericht kein Fleisch enthält.

Fazit

Fleisch in geringen Mengen konsumiert kann ein wichtiger Nährstofflieferant sein. Es muss nicht ganz auf Fleisch verzichtet werden, doch man kann so einiges zu einen bewussteren Umgang beitragen: Wer auf Bio-Qualität achtet und Fleisch weniger oft in der Woche konsumiert hat schon einen wesentlichen Schritt für eine bessere Welt beigetragen.


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