Homöopathie statt Schulmedizin?

08.07.2013 von | 0 Kommentare

Homöopathie ist ein klassisches Gegenteil von der Schulmedizin. Bei der Homöopathie wird, anders wie bei der Schulmedizin, die Krankheit nicht als Abwesenheit von Gesundheit erklärt.

HomöopathieHomöopathie wird oft begleitend zur schulmedizinischen Behandlung angewendet. (Foto by: Johanna Mühlbauer / Fotolia)

Man geht dabei von einem Gesundheitsbegriff aus, der die Homöopathie als eine Gesamtheit aus dem Zusammenspiel von Seele, Geist und Körper definiert. Bei der Homöopathie werden nicht nur die Krankheitssymptome behandelt oder unterdrückt, sondern man setzt sich als Ziel eine allgemeine Besserung auf allen Ebenen.

Das betrifft vor allem leichte Beschwerden. Hier wird viel zu oft zu starken Geschützen gegriffen und mit Kanonenkugel auf Mäuse geschossen. Bei der Selbstbehandlung sollte man jedoch besonders vorsichtig sein und zu Selbstmedikation, wie in der Schulmedizin, nur bei leichteren Beschwerden greifen. Homöopathische Mittel sind auch im Internet, beispielsweise bei homöopathisches Mittel, erhältlich.

Gleiches mit Gleichem bekämpfen

Das Wort „Homöopathie“ bedeutet übersetzt „ähnliches Leiden“ und ihre Geschichte reicht bis in 19. Jahrhundert. Homöopathie wurde damals vom Samuel Hahnemann entwickelt, um eben „Gleiches mit Gleichem“ zu bekämpfen. Bei der Behandlung werden je nach Mittel stark bis sehr stark verdünnte, pflanzliche, tierische oder mineralische Substanzen, verwendet.

In konzentrierter Form könnten diese Substanzen sogar giftig werden oder bei gesunden Menschen entsprechende Krankheiten auslösen. Der Hahnemann hat in seiner Theorie behauptet, dass ein Mittel, das bei gesunden Menschen das Fieber auslösen kann, könnte in einer stark verdünnten Form genau als Gegenmittel verwendet werden. Bis jetzt gibt es jedoch nachweislich keinerlei wissenschaftliche Beweise, die die homöopathischen Theorien von Hahnemann bekräftigen oder Beweise liefern.

Ein homöopathisches Mittel entfaltet seine Wirkung am stärksten, je verdünnter er eingesetzt wird. Die Mittel sind in verschiedenen Verdünnungsmengen erhältlich. Bei den sogenannten D-Potenzen (dezimal) werden die Wirkungsstoffe im Verhältnis von 1.10 mit Wasser gemischt, bei C-Potenzen (centesimal) ist es sogar 1:100. Rein rechnerisch ergibt eine D-Potenz die zwölfmalige Verdünnung im Verhältnis von 1:10. Potenzen, die höher als D12 oder C12 liegen, sollten ausschließlich von erfahrenen Therapeuten oder Ärzten verordnet werden. Werden die Potenzen in fehlerhafter Menge eingesetzt, kann es sogar zur Verstärkung der bisherigen Beschwerden und zu allgemeiner Gesundheitsverschlechterung führen. Das hat jedoch nicht mit der bekannten Erstverschlimmerung zu tun, die bei der Verabreichung von homöopathischen Mitteln in richtiger Menge ganz normal ist.

Homöopathie im Alltag

Für den Alltagsbedarf kann man sich eine homöopathische Hausapotheke zusammenstellen, um die leichteren Alltagsbeschwerden damit zu bekämpfen. Beliebt sind vor allem Medikamente, die gegen Schnupfen oder Erkältungen gute Dienste liefern. Akute Beschwerden sollten jedoch nur nach einer Absprache behandelt werden, weil die homöopathischen Mitteln Wechselwirkungen mit herkömmlichen Medikamenten verursachen könnten.


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