Kruste in der Nase

Eine Kruste in der Nase kann ganz schön schmerzhaft sein. Entstehen kann eine Kruste in der Nase unter anderem durch häufigen Schnupfen oder einem Loch in der Nasenscheidewand.

Meistens ist eine Verkrustung in der Nase harmlos, kann jedoch sehr schmerzhaft sein.Meistens ist eine Verkrustung in der Nase harmlos, kann jedoch sehr schmerzhaft sein. (Foto by: piotr_marcinski / Depositphotos)

Ursachen für eine Kruste in der Nase

Viele Ursachen tragen zur Verkrustung und Austrocknung der Nase bei.

Das dünnflüssige Nasensekret befeuchtet die durch die Nase eingeatmete Luft und reinigt den Naseninnenraum. Sind die Schleimhäute zu trocken, kann das Sekret nicht mehr vollständig abfließen und verkrustet. Meistens ist eine Verkrustung in der Nase harmlos. Ist die Ursache erkannt, lässt sie sich auch beheben.

Trockene Raumluft

Eine zu trockene Raumluft entsteht durch Klimaanlagen oder Heizungswärme.

Diese trocknet die Schleimhäute aus, die Folge: Ausgetrocknete Nasenschleimhäute sind empfindlicher gegenüber Verletzungen.

Umwelteinflüsse

Klimatische Bedingungen und Umwelteinflüsse wie das Einatmen von Abgasen, Staub, Wind und Kälte sowie starke Sonneneinstrahlung sind weitere mögliche Ursachen einer Verkrustung.

Allergien

Allergien können Juckreiz in der Nase auslösen. Durch Reiben oder Kratzen versucht man dem dagegenzuwirken. Die Folge davon können Blutungen, Entzündungen und Krustenbildung sein.

Die oftmals bestehende andauernde Entzündung führt aber auch ohne mechanische Reize zur Krustenbildung.

Reizmittel

Reizmittel wie Dämpfe von Reinigungsmitteln, Chemikalien oder Tabakrauch können die Schleimhäute extrem reizen und eine Verkrustung der Nase bewirken.

Unfälle

Unfallbedingt oder beim Sport kann das Gewebe im Naseninneren verletzt werden und bluten. Eine Verkrustung der Wunde entsteht.

Verletzungen

Häufig entfernen Kinder, aber auch Erwachsene die gebildeten Krusten mit dem Finger. Das kann zu Verletzungen führen, es blutet und führt erneut zu einer Krustenbildung.

Rhinotillexomanie

Rhinotillexomanie ist die medizinische Bezeichnung für ständiges „Nasenbohren“ oder „Popeln“. Mit einem Finger versucht man das in der Nase angetrocknete Nasensekret oder den Fremdkörper herauszuholen.

Herpes

Fieberbläschen, ausgelöst durch Herpesviren, können sich auch im Inneren der Nase bilden. Mittels eines Fingers versucht der Betroffene das kribbelnde und brennende Gefühl zu beseitigen. Die entstehenden Wunden verkrusten sich.

Bakterien

In die Nase eingedrungene Bakterien können Entzündungen wie Pickel und Pusteln hervorrufen. Sie verursachen Schmerzen. Werden sie aufgekratzt, entsteht eine blutende Wunde, die sich mit einer Kruste verschließt.

Nasenspray

Die exzessive Nutzung von Nasensprays können die Schleimhaut in der Nase nachhaltig schädigen. Man sollte Nasensprays daher, wenn überhaupt, nur kurze Zeit verwenden.

Drogen

Das Einatmen von Drogen verletzt die Schleimhäute erheblich. Reizungen und Verkrustungen sind die Folge.

Insbesondere Kokain ist dafür bekannt, dass es die Nasenschleimhaut nach und nach zerfrisst. Bei dauerhaftem Missbrauch entsteht sogar ein Loch in der Nasenscheidewand.

Krebs

Durch Krebs verursachte Veränderungen in der Nase bewirken eine Zunahme der Blutmenge in der Nase, einer Kongestion und Nasenbluten. Dies führt zu Reizungen und zur Krustenbildung im Naseninneren.

Symptome einer Kruste in der Nase

Durch Überreizung der Nasenschleimhaut können sich Krusten in der Nase bilden.Durch Überreizung der Nasenschleimhaut können sich Krusten in der Nase bilden. (Foto by: gstockstudio / Depositphotos)

Die Nasenschleimhaut blutet zu Beginn einer Verletzung oft.

Dies kann auch durch einen Schnupfen passieren, der die Schleimhäute zu sehr reizt.

Verletzungen entstehen auch bei Nasenherpes, sobald die äußerst schmerzhaften Pusteln reifen und sich öffnen, um den Inhalt zu entleeren.

Das Naseninnere fühlt sich durch die anschließende Krustenbildung gespannt an. Man hat ein Fremdkörpergefühl, weil die Haut an einer Stelle nicht mehr so elastisch ist und eine harte Borke bildet.

Die darunter und daneben liegende Haut kann außerdem jucken oder erneut aufplatzen, wenn die Raumluft zu trocken ist oder man Staub einatmet.

Die Kruste in der Nase ist eine Art Wundschorf. An ihm sollte man wegen der Entzündungsgefahr genauso wenig rühren wie an einer normalen Schorfbildung in sichtbaren Hautbereich.

Untersuchungen und Diagnose

Spürt man über längere Zeit eine Kruste in der Nase, sollte man einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

In den meisten Fällen wird er zunächst eine Nasenuntersuchung vornehmen und sich ein Bild vom Schaden an der Nasenschleimhaut machen wollen.

Die Befragung dient der Absicherung der Diagnosestellung. Aufgrund der von Patienten beschriebenen Symptome, der Dauer der Beschwerden, der vorliegenden Untersuchungsergebnisse und der abgefragten Daten kann der Arzt zu einer Diagnose kommen.

Behandlung und Therapie

Selbstbehandlung

Die Behandlung einer akut auftretenden Kruste in der Nase kann mit konventionellen Mitteln in Eigenregie begonnen werden.

Bepanthen Nasensalbe oder Babyöl kann die ausgetrocknete und verletzte Nasenschleimhaut weich halten, damit sie spannungsfrei abheilen kann. Jede neuerliche Austrocknung und Reizung kann zu einem erneuten Riss neben der verhärteten Borke führen. Dadurch kann es erneut zu Blutungen und einer Vergrößerung der Wunde kommen.

Nasensalbe

In manchen Fällen reicht eine gewöhnliche Nasensalbe aber nicht aus. Der Arzt wird dann eine fetthaltigere Dexrose-Nasensalbe oder ein spezielles Nasenöl verschreiben. Mit deren Hilfe sollte die Verletzung binnen einiger Wochen vollständig abheilen. Um diesen Prozess nicht zu stören, sollte man auf keinen Fall an der Kruste rühren.

Operative Abrasion

Heilt die verborkte Stelle trotz dieser Behandlung nicht ab, sollte man erneut beim HNO-Arzt vorsprechen. Er kann dann über die weiteren Therapiemaßnahmen entscheiden, beispielsweise eine operative Abrasion der Nasenschleimhaut. Nur so kann in manchen Fällen ihre Funktionstüchtigkeit wieder hergestellt werden.

Operation

Anders sieht die Therapie aber bei einem bereits entstandenen Loch in der Nasenscheidewand aus. Hier hilft oft nur noch die Operation unter Vollnarkose. Es muss eine Transplantation von körpereigenem Knorpelgewebe vorgenommen werden, um die zerstörte Nasenscheidewand wieder herzustellen. Es handelt sich um eine relativ komplexe Operation.

Hausmittel zur Behandlung einer Kruste in der Nase

Eine Nasenspülung zur Befeuchtung

Durch eine Nasendusche werden vorhandene Krusten in der Nase aufgeweicht.Durch eine Nasendusche werden vorhandene Krusten in der Nase aufgeweicht. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Der Gedanke an eine Nasendusche erweckt in manchen Menschen unangenehme Gefühle. Das Wasser, das bei der Nasenspülung durch die Nase läuft, ist angenehm warm. Es wird angereichert mit speziellen Salzen und befeuchtet den Naseninnenraum und die Schleimhäute.

Die Salzlösung ist ein wirksames Mittel gegen Trockenheit und Krusten in der Nase. Bei dem Vorgang werden nicht nur die Schleimhäute befeuchtet, sondern Krankheitserreger, Schutzpartikel und Pollen sowie überschüssiges Sekret ausgespült. Vorhandene Krusten werden aufgeweicht und können mit einem Taschentuch einfach entfernt werden.

In Apotheken und Drogerien werden spezielle Nasenduschen angeboten. Die Handhabung ist einfach. Es gibt eine fertige Salzlösung zu kaufen oder es wird lauwarmes Wasser mit einem speziellen Salz in der Nasendusche vermengt. Die Öffnung an ein Nasenloch ansetzen und die isotonische Salzlösung in das Nasenloch einfließen lassen, sodass die Flüssigkeit aus dem offenen Nasenloch wieder herausfließen kann. Der Mund bleibt dabei geöffnet. Nach dem Durchlaufen der Hälfte der Flüssigkeitsmenge das Nasenloch wechseln.

Hygiene ist wichtig. Nach jedem Gebrauch sollte das Gefäß unbedingt gereinigt werden. Der Beipackzettel informiert über die korrekte Vorgehensweise. Nach etwa sechs Monaten sollte die Nasendusche durch eine neue ausgetauscht werden.

Verschiedene Methoden zur Raumluftbefeuchtung

Viele Faktoren tragen zu einem trockenen Raumklima bei. Die Klimaanlage läuft im Sommer auf Hochtouren, im Winter die Heizungsanlage. Bei kontinuierlichem Betrieb der Anlagen wird die Atemluft zunehmend trockener. Die Folge davon ist eine trockene Nase.

Dem lässt sich entgegenwirken. Die Luftfeuchtigkeit in Räumen kann man mit einfachen Mitteln erhöhen:

  • Grünpflanzen, die viel Feuchtigkeit an die Luft abgeben, im Raum verteilen. Besonders Pflanzen mit großen Blättern sind nützlich. Über die großen Blätter kann reichlich Wasser verdunsten. Natürliche Luftbefeuchter sind Zyperngras, Nestfarn und die Zimmerlinde. Mehr als 90 Prozent des Gießwassers geben die Pflanzen keimfrei an die Raumluft ab.
  • Spezielle Gefäße für Wasser oder auch einfache wassergefüllte Schalen, die direkt an der Heizung angebracht sind, erhöhen durch die direkte Verdunstung den Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft. Das ist eine Methode, wenn die Heizung im Winter läuft.
  • Der Handel bietet in den unterschiedlichsten Ausführungen elektrische Geräte zur Luftbefeuchtung an. Hier ist Vorsicht geboten. Manche Geräte geben nicht nur Feuchtigkeit in die Raumluft ab, sondern auch bedenkliche Keime. Deshalb sollte man sich vor der Anschaffung eines Gerätes genau informieren.
  • Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Hygrometer zeigen den Wert exakt an.

Regelmäßig inhalieren

Viele Menschen denken bei einer Inhalation sofort an Erkältungskrankheiten. Inhalieren befeuchtet auch eine verkrustete und trockene Nase. Der heiße Dampf durchfeuchtet die Schleimhäute, weicht Verkrustungen auf und wirkt dem Eindicken des Nasensekrets entgegen.

Die Anwendung ist leicht durchzuführen. Einfach heißes Wasser in ein passendes Gefäß gießen, wie in eine Schüssel oder einen Topf. Dann den Kopf darüberlegen und den Kopf sowie das Gefäß mit einem Handtuch bedecken, sodass die Dämpfe nicht entweichen. Dabei wird ruhig und langsam über die Nase geatmet.

Spezielle Inhalationsgeräte werden in der Apotheke angeboten. Um die Nasenschleimhaut zu befeuchten, ist eine isotonische Salzlösung als Wasserzusatz völlig ausreichend. Bei Schnupfen sind ätherische Öle oder Kamille als Zusatz hilfreich.

Trinkverhalten steuern

Das was bei Schnupfen gilt, nämlich viel trinken, ist auch bei trockener Nase gut. Schon die Großmutter hat uns darauf hingewiesen viel zu trinken. Die Schleimhäute werden dadurch befeuchtet, zähes Sekret kann sich verflüssigen und leichter abfließen. Etwa eineinhalb bis zwei Liter Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Fruchtsäfte sollten täglich getrunken werden.

Komplikationen

Bei langen Verläufen ohne jede Besserung kann es unbehandelt außer zu einem Loch langfristig auch zu einer Geschwür- oder Krebsentwicklung im Nasenraum kommen.

Prävention und was ich selbst tun kann

Hochwertige Einmal-Taschentücher sollten der billigeren Variante vorgezogen werden.Hochwertige Einmal-Taschentücher sollten der billigeren Variante vorgezogen werden. (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

Bei einem Schnupfen sollte man hochwertige Einmal-Taschentücher benutzen, die die Nase nicht so wund machen wie Billigtaschentücher.

Außerdem kann man mit Nasensalbe die wund werdende Nasenschleimhaut schützen.

Gegen das nächtliche Austrocknen sollte die Atemluft im Raum befeuchtet werden. Man sollte die Heizung in den Schlafräumen nicht zu hoch aufdrehen.

Nasensprays sollte man aus vielen Gründen meiden. Stattdessen helfen Nasenspülungen und Akupressur, um die Nase wieder frei zu bekommen und weniger oft ausschnauben zu müssen.

Bei Arbeiten mit Steinen, Holz oder Asbest müssen geeignete Schutzmasken getragen werden.

Unfallvereidung gegen Krusten in der Nase ist trotz aller Vorsicht nur schwer zu leisten. Insbesondere beim Sport sollte man den Gesichtsbereich bei bestimmten Sportarten schützen.


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