Was macht eine lange, glückliche Beziehung aus?

21.08.2013 von | 0 Kommentare

Jeder Mensch wünscht sich eine glückliche Beziehung, denn keiner lebt auf Dauer gerne alleine.

glückliche BeziehungWohl jeder wünscht sich eine dauerhafte und glückliche Beziehung zu führen. (Foto by: contrastwerkstatt / Fotolia)

Rahmenbedingungen in einer Beziehung

Es macht Spaß, wenn man gemeinsam spazieren geht, in einem Café den Feierabend genießt, gemeinsam kocht oder am Sonntag zusammen den Tag gestaltet. Eine Beziehung bietet zudem Unterstützung in Notsituationen wie Arbeitslosigkeit und Krankheit. Da ist es hilfreich, wenn ein Partner da ist, an den man sich wenden kann.

Eine Beziehung bringt viele Vorteile für das eigene Leben, aber das Zusammenleben mit einem Partner setzt auch Kompromisse, Offenheit, Vertrauen und die Bereitschaft voraus, sich und sein eigenes Verhalten immer wieder zu reflektieren und die Verantwortung für die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu erkennen.

Jeder Mensch bringt in die Beziehung, die er eingeht, seine Lebensgeschichte, seine inneren Glaubenssätze und Werte sowie seine positiven wie negativen Erfahrungen aus dem Umgang mit Eltern, früheren Lebenspartnern, Arbeitskollegen und Freunden mit. Darüber hinaus besitzen wir alle ein "biologisches Programm", das zwischen 20-40 Wünsche nach Familie, Kindern und Nestbau wach werden lässt.

Alle diese Faktoren geben einen ersten Anhaltspunkt, warum es schwierig sein kann, wenn zwei Menschen sich ineinander verlieben: Man muss einen anderen Menschen finden, der eine ähnliche Mischung von biologischem Programm, Erfahrungen, Werten und Glaubenssätzen mitbringt. Ansonsten sind mögliche Konflikte vorprogrammiert.

Was macht eine glückliche Beziehung aus?

Eine Beziehung wird von mehreren Faktoren bestimmt:

  • Liebe
  • Kommunikation
  • gegenseitige Unterstützung
  • Vertrauen & Offenheit
  • Sexualität
  • Verantwortung
  • Kompromissbereitschaft

In einer glücklichen Beziehung haben die Partner in diesen Bereichen eine hohe Übereinstimmung, wie sie diese Bereiche leben und gestalten können.

Es gibt weniger Missverständnisse und eine sehr gute Kommunikation und Interaktion zwischen den Partnern.

Wie viel Leidenschaft und Sexualität braucht eine Beziehung?

Leidenschaft und Sexualität zeigen in der äußeren Interaktion zwischen zwei Partnern, wie stimmig und homogen der innere Prozess der Verbundenheit und Liebe in der Beziehung ist. Wenn die Kommunikation zwischen zwei Partner stimmt, dann gibt es wenig Konfliktpotenzial beim Thema Sexualität.

Leidenschaft und Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil in einer Beziehung. Die Rahmenbedingungen, wann und wie oft ein Mann oder eine Frau den Wunsch nach Nähe und Sexualität hat, sind unterschiedlich. Frauen können sich schlechter auf intime Nähe einlassen, wenn es Konflikte in der Beziehung mit dem Partner gibt. Für Männer ist Nähe und Sexualität u.a. eine Ausdrucksform, um ihre Liebe zu zeigen und um Liebe zu fühlen.

Was sind hilfreiche Kommunikationstipps für eine glückliche Beziehung?

  • Ich weiß, wer ich bin und was ich im Leben erreichen möchte.
  • Ich kenne meine eigenen Stärken, Fehler und Schwächen und bin bereit für diese auch in der Interaktion mit meinem Partner die Verantwortung zu übernehmen,
  • Ich akzeptiere, dass mein Partner und ich unterschiedliche Bedürfnisse nach Distanz und Nähe, Kommunikation und Sexualität haben.
  • Ich kenne meine Lebensgeschichte und meine positiven aber vor allem negativen (Lebens)Erfahrungen.
  • Ich respektiere meine Werte und Vorstellungen und akzeptiere, dass mein Partner andere Werte und Vorstellungen hat.
  • Ich bin bereit an mir zu arbeiten, denn mein Partner darf nicht unter meinen negativen (Lebens)Erfahrungen leiden.
  • Ich bin offen für eine konstruktive Kommunikation mit meinem Partner. Ich formuliere meine Wünsche und Vorstellung aus der ICH-Perspektive und respektiere zugleich, dass mein Partner andere Vorstellungen hat.
  • Ich formuliere Kritik aus der ICH-Perspektive, sodass mein Partner sich nicht angegriffen fühlt, sondern durch meine konstruktive Kommunikation die Möglichkeit hat, sein Verhalten zu überprüfen.
  • Ich übernehme die Verantwortung für mein Verhalten, falls ich den anderen verletzt habe, und entschuldige mich.
  • Ich zeige dem anderen meine Liebe durch kleine Aufmerksamkeiten und bringe meine Wertschätzung darüber zum Ausdruck, dass ich dankbar bin für die Gemeinsamkeiten und die Beziehung zwischen uns.
  • Ich gewähre meinem Partner den Freiraum für seine eigenen Wünsche und eigene Lebensgestaltung und unterstütze ihn nicht nur bei seiner beruflichen Weiterentwicklung, sondern auch bei seiner inneren Entwicklung.

Wie können mögliche Konflikte gelöst werden?

Die Kommunikationstipps, die im oberen Absatz dargestellt wurden, sind nicht für alle Menschen immer gut umsetzbar. Konflikte in Beziehungen sind vorprogrammiert.

Welche Konfliktlösungsstrategien gibt es?

  • Lernen Sie die grundlegenden Kommunikationsmodelle von Watzlawick, vor allem von Schulz von Thun und der Transaktionsanalyse kennen.
  • Das 4-Ohren Modell von Schulz von Thun verdeutlicht, dass der Sender auf einer anderen Ebene sendet, als der Empfänger das auf seinem Empfangsohr hört. Beispiel: Der eine Partner sagt: Kannst Du den Staubsauger nicht wegräumen. Er sendet auf der Appellebene. Der andere Partner hört den Satz auf dem Beziehungsohr.
  • Achten Sie auf ICH-Formulierungen in einem Konflikt und vermeiden Sie Vorwürfe und DU-Botschaften.
  • Achten Sie darauf, dass in einem Konflikt beide "gewinnen können" und dass Sie die Grundlagen der Transaktionsanalyse beachten (ICH bin OK - DU bist OK)
  • Akzeptieren Sie, dass Sie und Ihr Partner Konflikte unterschiedlich lösen.

Es gibt zwei Problemlösestrategien: Bombenentschärfer oder Päckchenpacker

Der Bombenentschärfer reflektiert auf der rationalen und emotionalen Ebene 100% ein Problem und versucht alle Aspekte des Problems bei einem Konflikt zu lösen.

Der Päckchenpacker kann sich nicht 100% einem Problem zuwenden, sondern sucht sich den Teilaspekt des Problems heraus, auf das er sich kognitiv und emotional aufgrund seiner positiven und vor allem negativen Erfahrungen einlassen kann.

Beide Konfliktlösungsstrategien haben gleichwertig ihre Berechtigung bei der Lösung von Konflikten.


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