Public Viewing neuer Volkssport?

15.12.2011 von | 0 Kommentare

Das Phänomen Public Viewing ist in Österreich während der Fußball-Europameisterschaft 2008 entstanden. Durch Public Viewing ist ein Gefühl der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit aufgekommen, dass offenbar viele Menschen vermisst haben. Daher werden Großevents mit Public Viewing gefeiert und regelrecht herbei gesehnt.

Public ViewingPublic Viewing hat in den letzten Jahren einen wahren Höhenflug erlebt. (Foto by: lunaundmo / Fotolia)

Das Phänomen Public Viewing ist in Österreich während der Fußball-Europameisterschaft 2008 entstanden. Durch Public Viewing ist ein Gefühl der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit aufgekommen, dass offenbar viele Menschen vermisst haben. Daher werden Großevents mit Public Viewing gefeiert und regelrecht herbei gesehnt.

Public Viewing

Die Idee des Public Viewing war eigentlich aus der Not heraus geboren worden. Der Grund war, dass es für die Live-Spiele der Fußball-EM in den Stadien einfach viel zu wenig Eintrittskarten gab. Um möglichst viele Fußball-Fans an der Europameisterschaft zu beteiligen, entwickelte das Organisationskomitee der Fußball-EM das Konzept des Public Viewing (sow wie auch bereitrs bei der WB 2006 in Deutschland). So wurden in allen EM-Spielstätten und in vielen weiteren Städten große Leinwände aufgebaut, auf denen die Spiele live und kostenlos gezeigt wurden. Dadurch sollten die Fans die Chance haben, ähnlich wie im Stadion die Spiele zu verfolgen.

Die positiven Folgen des Public Viewing

Begonnen hatte das Phänomen des Public Viewing in bei der WM 2006 in Deutschland. Die tolle Atmosphäre auf den Fanmeilen hatte dort mehrere positive Folgen. In Deutschland wurde durch das Massenereignis Public Viewing zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt, dass es so im Grunde seit dem Mauerfall 1989 nicht mehr gegeben hatte. Diesmal war es aber nicht nur ein Zusammenwachsen von Ost und West, sondern auch zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Bilder eines weltoffenen und warmherzigen Gastgebers Deutschland veränderte die weltweiten Vorurteile und negativen Einstellungen gegenüber Deutschland und sorgten für positive Rückmeldungen aus der ganzen Welt. Die Kraft dieser Bilder war eine Inspiration für viele nachfolgende Großereignisse. So orientierten sich beispielsweise die Schweiz und Österreich bei der Ausrichtung der Fußball-EM 2008 an Deutschland und schufen in beiden Ländern entsprechende Fanzonen mit Public Viewing. Ebenso gab es in Kanada bei den olympischen Winterspielen 2010 solche Zonen. In Deutschland dehnte sich das Phänomen Public Viewing zudem auf Ereignisse wie den Eurovision Song Contest aus.

Der Ausblick auf die kommenden Jahre

Klar ist bereits, dass es in Österreich Public Viewing bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine wieder geben wird. Sogar die Gastgeber der umstrittenen Fußball-WM 2022 in Katar haben angekündigt, in ihrem Land entsprechende Public Viewing Bereiche zu schaffen. Daher kann man inzwischen wohl wirklich vom globalen Phänomen Public Viewing sprechen.


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